Projektbeschreibung
Projektziel
Die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft hat sich an der Martin-Luther-Universität in den letzten Jahren zu einer strategischen Führungs- und Querschnittsaufgabe im Sinne des Gender Mainstreaming-Prinzips entwickelt.
Im Kontext dieser Aufgabe verfolgt die Universität mit dem Projekt FEMPOWER@MLU insbesondere folgende Ziele:
- Erhöhung des Verbleibs qualifizierter Frauen in der Wissenschaft und Verbesserung der Berufungsfähigkeit mit einem Schwerpunkt in MINT
- Verbesserung struktureller Rahmenbedingungen durch Verstetigung v. Unterstützungs- und Förderungsinstrumenten (Mentoring/Karriereberatung) von wissenschaftlichen Karrieren von Wissenschaftler*innen in Qualifikation unter Berücksichtigung von intersektionalen Perspektiven und Stärkung der Selbstwirksamkeit von Frauen
- Stärkung dezentraler Akteur*innen im Bereich Geschlechtergerechtigkeit an der MLU
- Integration von Genderaspekten in Forschung und Lehre, Unterstützung von Genderforschung und -forschenden
- Sensibilisierung für strukturelle Hürden im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit unter Einbeziehung von Folgen pandemiebedingter Einschränkungen für wissenschaftliche Karriereverläufe
- Unterstützung der internen und externen Netzwerkarbeit im Bereich Geschlechtergerechtigkeit
Zielgruppen
- Student*innen in der Abschlussphase, Wissenschaftler*innen in Qualifikation
- Wissenschaftliche Führungskräfte
- Genderforscher*innen
- Alle Mitglieder und Gäste der Universität für Sichtbarkeit-/Sensibilisierungsmaßnahmen
Projektinhalt - Übersicht und Darstellung der Projektmodule
- Zielgruppen
- Modul 1 - Weiterentwicklung und
Etablierung von Personalentwicklungsinstrumenten
zur Förderung von Wissenschaftlerinnen in Qualifikation - Modul 2 - Dezentrale Akteur*innen stärken – Geschlechtergerechtigkeit in der Breite verankern – Sichtbarkeit schaffen
- Modul 3 - Gender in Lehre und Forschung (gender*bildet)
- Modul 4 - Steigerung der Anzahl von Frauen im MINT-Bereich durch Forschungsstellen für Frauen und Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Berufungsfähigkeit
Modul 1 - Weiterentwicklung und
Etablierung von Personalentwicklungsinstrumenten
zur Förderung von Wissenschaftlerinnen in Qualifikation
Ausgehend vom Status Quo sollen bestehende Instrumente und Konzepte weiterentwickelt werden, um sich verändernden Rahmenbedingungen besser anzupassen und den bestehenden strukturellen Hürden auch unter Berücksichtigung einer intersektionalen Perspektive besser zu begegnen. Dies wird mit dem Ziel der Verstetigung der entwickelten Unterstützungsinstrumente erfolgen.
Maßnahmen
- Evaluation, Anpassung und Umsetzung des Konzepts zur Gestaltung eines zielgruppenspezifischen und modular-strukturierten Mentoring-Programmes für Wissenschaftler*innen in Qualifikation unter Berücksichtigung von Übergängen in wissenschaftliche und nicht wissenschaftliche Karriereverläufe
- Entwicklung, Umsetzung und Evaluation eines Konzepts zur zielgruppenspezifischen Karriereberatung unter Einbindung existierender Akteur*innen
- Sichtbarmachung und Berücksichtigung fächerspezifischer Bedarfe
- Sensibilisierung für die Bedeutung von Personalentwicklung und diversitätssensibler
- Förderung der Wissenschaftler*innen in Qualifikation
Modul 2 - Dezentrale Akteur*innen stärken – Geschlechtergerechtigkeit in der Breite verankern – Sichtbarkeit schaffen
Teilziel
Ausgehend vom Projektziel soll die Sichtbarkeit und Sensibilisierung für Geschlechtergerechtigkeit in der Breite verstärkt werden.
Maßnahmen
- Unterstützung zentraler und dezentraler Projekte aus dem Bereich Geschlechtergerechtigkeit unter Berücksichtigung einer intersektionalen Perspektive durch Hilfskraftmittel/Sachmittel:
- Etablierung von Formaten zur Schaffung von Sichtbarkeit von und Sensibilisierung für strukturelle Hürden
- Kommunikationswege und- formate für die Erhöhung der Sichtbarkeit von Unterstützungs- und Förderformaten schaffen
- Dezentrale bzw. fachspezifische Formate zur Karriereförderung und -planung sowie Stärkung der Selbstwirksamkeit von Frauen* initiieren
- Formate zur Unterstützung der Genderforschung/Gender Studies
Modul 3 - Gender in Lehre und Forschung (gender*bildet)
Die gender*bildet – Netzwerkstelle für Genderforschung und –lehre, begann 2018 als Projekt „Gender in die Lehre“ und wurde 2022 mit Anschluss an die Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit durch den Schwerpunkt auf Forschung ergänzt.
Teilziele
Ziele des Projektes sind Stärkung und Sichtbarmachung von Genderforschung und Genderforscher*innen an der MLU und „Geschlechterperspektiven in Forschung und Lehre stärker zu integrieren“.
Maßnahmen Fokus Lehre
- Weiterentwicklung des Zertifikatsprogramms (Modularisierung, Internationalisierung, Ordnung)
- Verankerung und Sichtbarmachung der Genderforschung in Studium und Lehre mit besonderem Fokus auf die MINT-Bereiche
- Entwicklung von Workshop-Angeboten zur Unterstützung von Lehrenden (z.B. Hochschuldidaktik)
Maßnahmen Fokus Forschung
- Vernetzung und Sichtbarmachung der Expertise in Genderforschung
- Ausbau regelmäßiger Veranstaltungsformate (Kolloquien, Tagungen, etc.)
- Etablierung eines „institutionellen Ankers“ in Form eines Wissenschaftlichen Beirats oder
- eines festen Netzwerks aus Genderforscher*innen der MLU
- Forschungsberatung
- Empowerment von Genderwissenschaftler*innen
Modul 4 - Steigerung der Anzahl von Frauen im MINT-Bereich durch Forschungsstellen für Frauen und Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Berufungsfähigkeit
Teilziele
- Erhöhung der Anzahl von Frauen auf Nachwuchsgruppenstellen im MINT-Bereich
- Förderung von wissenschaftlichen Verbundforschungsprojekten (SFB, GRK, Exzellenzcluster) im Bereich MINT (u.a. mit einem Schwerpunkt Physik und Chemie) durch Etablierung von zusätzlichen Nachwuchsgruppenleiterinnenstellen zur Erhöhung der Anzahl weiblicher PIs
- Erhöhung der Berufungsfähigkeit auf TT- Professuren (W1) durch wissenschaftliche Profilierung, Projekt- und Personalverantwortung